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Physiotherapeutischer Befund: Befunderhebung & Vorgehen

Der Fachartikel erklärt den physiotherapeutischen Befund als Grundlage der Therapieplanung – von der Befunderhebung bis zur strukturierten Dokumentation. Ideal zum Nachschlagen und Vertiefen.

Die dreiteilige Reihe „Der physiotherapeutische Befund“ von Antje Bode beschreibt die systematische Erhebung, Analyse und Bewertung von Patientendaten zur Erstellung eines zielgerichteten Behandlungsplans.

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Was gehört zum physiotherapeutischen Befund?

Der Befund dient dazu, den aktuellen körperlichen Zustand eines Patienten objektiv zu erfassen und individuelle Therapieziele abzuleiten.

Er umfasst drei Hauptabschnitte: Anamnese, Inspektion und Funktionsprüfung.

Die Anamnese liefert Informationen über Krankheitsverlauf, Operationen, Lebensgewohnheiten und Schmerzcharakter.

Dabei helfen die sogenannten „7 W-Fragen“ („Was, Wo, Wann, Wie, Wodurch, Seit wann, Was wurde bisher gemacht“), um die Beschwerden genau zu lokalisieren und deren Ursache einzugrenzen.

Die Inspektion erfolgt direkt oder indirekt und beinhaltet die Beobachtung von Körperhaltung, Bewegungsverhalten, Haut, Muskulatur, Gelenken und Gefäßen.

Dabei werden Auffälligkeiten wie Fehlstellungen, Muskelatrophien, Narben, Ödeme oder Hautveränderungen dokumentiert.

Der Patient wird dabei stets als Ganzes betrachtet, da Beschwerdeursache und Schmerzlokalisation häufig nicht übereinstimmen.

Im Anschluss folgt die Palpation, bei der auffällige Strukturen gezielt abgetastet werden, sowie die Funktionsprüfung, die aktive, passive und kombinierte Bewegungen beurteilt.

Wichtige Parameter sind Bewegungsausmaß, Endgefühl, Muskelspannung und Schmerzverhalten.

Zusätzlich werden Nerven-, Herz-Kreislauf- und Atmungssystem einbezogen, um funktionelle Zusammenhänge zu erkennen.

Auch die Wahrnehmung und Koordination des Patienten werden beurteilt, da sie wesentliche Einflussfaktoren für Bewegungsqualität und Rehabilitationserfolg darstellen.

Ziel des physiotherapeutischen Befunds ist die individuelle Planung und Kontrolle der Therapie.

Nur durch ein strukturiertes, wiederholbares Vorgehen lassen sich Behandlungsfortschritte objektiv bewerten und die physiotherapeutische Maßnahme gezielt anpassen.

Vertiefen?

Online-Seminar Physiotherapeutischer Befund: Termine & Anmeldung

Die Veranstaltung vermittelt, wie man physiotherapeutische Befunde bewusst und unbewusst strukturiert erhebt (inkl. Clinical Reasoning, Mustererkennung, Schmerz- und Diagnosenprüfung) und warum das für die Behandlung entscheidend ist.

Anhand realer Patientenfälle und praktischer Übungen (u. a. ab 14 Uhr mit eigenem Probanden) wird das Wissen angewendet, sodass am Ende ein Befund in 10–15 Minuten erstellt werden kann und ein Befundbogen ausgehändigt wird.

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