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Vitamin D in der Handtherapie: Bedeutung und Mangel

Der Fachartikel „Vitamin D (Calciferol)“ von Claudia Schulze beschreibt die Bedeutung, Wirkung und Dosierung von Vitamin D sowie die Folgen eines Mangels oder Überschusses.

Was ist Vitamin D (Calciferol)?
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin mit hormonähnlicher Wirkung. In der Praxis wird vor allem zwischen Vitamin D3 (Cholecalciferol) und Vitamin D2 (Ergocalciferol) unterschieden. Vitamin D3 wird überwiegend in der Haut durch UV-Strahlung gebildet, während Vitamin D2 hauptsächlich aus pflanzlichen Quellen stammt.

Quellen und Aktivierung im Körper
Über die Ernährung wird Vitamin D meist nur in vergleichsweise kleinen Mengen aufgenommen, etwa über fettreichen Fisch, Eier oder Pilze. Entscheidend ist die Aktivierung im Körper: Vitamin D wird in Leber und Niere umgebaut und entfaltet anschließend seine Wirkung in verschiedenen Geweben.

Wirkung auf Knochenstoffwechsel und Heilung
Vitamin D beeinflusst den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und unterstützt dadurch die Knochenmineralisation. Damit ist es auch im Kontext von Frakturheilung und knöcherner Regeneration relevant – Themen, die in der Handtherapie bei Verletzungen, postoperativer Nachbehandlung oder knöchernen Überlastungsreaktionen häufig eine Rolle spielen.

Mangel: Ursachen, Risikogruppen und mögliche Folgen
Ein Vitamin-D-Mangel kann unter anderem durch zu wenig Sonnenexposition, Malabsorption oder bestimmte Erkrankungen begünstigt werden. Risikogruppen sind besonders Menschen mit geringer Mobilität oder wenig Aufenthalt im Freien sowie pflegebedürftige Personen. Für die Einordnung des Versorgungsstatus wird in der Regel die Serumkonzentration von 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) herangezogen. ( DGE)

Zufuhr: Referenzwerte verständlich einordnen
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt als Referenzwert für eine angemessene Vitamin-D-Zufuhr 20 µg pro Tag, wenn keine körpereigene Bildung über die Haut stattfindet. ( DGE)
In der Praxis ist wichtig: Supplemente sollten nicht „auf Verdacht“ hoch dosiert werden, sondern sinnvollerweise anhand von Risikoprofil, Jahreszeit, Sonnenexposition und ggf. Laborwerten eingeordnet werden.

Bedeutung für die Handtherapie
In der Handrehabilitation kann der Vitamin-D-Status vor allem dann relevant sein, wenn Knochenheilung, Belastungsaufbau, Muskelstoffwechsel und Regeneration im Vordergrund stehen. Ein gut strukturierter Therapieplan kombiniert dabei funktionelles Training, dosierte Belastungssteuerung und – falls medizinisch angezeigt – eine begleitende Versorgung mit relevanten Mikronährstoffen als Teil eines interdisziplinären Gesamtkonzepts.

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