Vegetative Wirbelsäulenerkrankungen und Wirkungsweisen auf die obere Extremität
Der Fachartikel „Vegetative Wirbelsäulenerkrankungen und Wirkungsweisen auf die obere Extremität am Beispiel des Akumates“ erklärt die neurophysiologischen Grundlagen vegetativer Störungen und deren therapeutische Beeinflussung über den Hirn- und Wirbelsäulenstoffwechsel.
Ein Beitrag von Rainer Zumhasch, erschienen in "praxis ergotherapie", Ausgabe 08/2003, der Fachzeitschrift des "verlag modernes lernen Borgmann".
Zumhasch beschreibt den Schmerz als Ausdruck einer gestörten Homöostase, bei der das Nervensystem aus Gleichgewicht gerät.
Zentraler Regler ist das vegetative Nervensystem, dessen sympathische und parasympathische Anteile in ständiger Wechselwirkung stehen.
Eine anhaltende Sympathikusdominanz führt zu Daueranspannung, Durchblutungsstörungen und Schmerzchronifizierung.
Therapeutisch steht die Reaktivierung der Eigenregulation im Vordergrund.
Anhand des Akumates (Nadelreizmatte) beschreibt Zumhasch ein Verfahren, das über mechanische Hautreize den vegetativen Stoffwechsel anregt, Durchblutung und Lymphfluss verbessert und Schmerzhemmung über das Rückenmark (Gate-Control-Prinzip) erzielt.
Studien zeigen positive Effekte bei Myogelosen, Schulter-Arm-Syndromen, Migräne und vegetativen Dysfunktionen.
Die Behandlung dauert 30–60 Minuten, löst zunächst eine Sympathikusaktivierung, danach eine parasympathische Entspannung aus.
Bei richtiger Dosierung verbessert sich die Beweglichkeit, Muskeltonus normalisiert sich, und der chronische Schmerzkreislauf kann durchbrochen werden.
Zumhasch schließt, dass vegetative Regulationstherapien wie der Akumat eine ganzheitliche Methode zur Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung darstellen und eine Brücke zwischen Physiologie, Psychosomatik und manueller Therapie bilden.
