Tennisellenbogen: Diagnostik und Therapie
Der Fachartikel „Diagnostik und Therapie des Tennisellenbogens“ beschreibt Ursachen, Verlauf und Behandlung der Epicondylosis humeri radialis, meist bedingt durch eine Überlastung der Strecksehnen am lateralen Ellenbogen.
Ein Beitrag von Rainer Zumhasch, Michaela Schirm und Martin Holme, erschienen in "praxis ergotherapie", Ausgabe 06/1999, der Fachzeitschrift des "verlag modernes lernen Borgmann".
Die Erkrankung betrifft überwiegend den M. extensor carpi radialis brevis und entsteht durch wiederholte Mikrotraumen oder einseitige Belastungen bei Arbeit und Sport.
Symptome sind Druckschmerz über dem Epicondylus, Belastungsschmerz bei Greifbewegungen und Kraftverlust, während ein Ruheschmerz fehlt.
Die Diagnostik umfasst Funktions- und Widerstandstests, etwa Dorsalextension, Radialduktion und isometrische Supination, die schmerzhaft ausfallen können.
Ergänzend werden Differenzialdiagnosen wie Halswirbelsäulen- oder Schulterbeschwerden ausgeschlossen.
In der Therapie bewährt sich eine Kombination aus physikalischen und manualtherapeutischen Maßnahmen, darunter heiße Rolle, Querfriktion nach Cyriax, Dehnübungen, Tape- oder Bandagenanlage und Eigenübungsprogramme.
Nach der Schmerzreduktion folgen Stabilisationsübungen zur Wiederherstellung der Belastbarkeit.
Zumhasch betont, dass eine frühzeitige, aktive Behandlung in den meisten Fällen zur vollständigen Schmerzfreiheit und funktionellen Wiederherstellung des Arms führt.
