Nervenkompressionssyndrome der oberen Extremität: Diagnostik und Therapie
Die Fachartikel „Wenn Nerven nerven – Nervenkompressionssyndrome, Teil 1 und 2“ vermittelt ein umfassendes Verständnis über Anatomie, Diagnostik und Therapie peripherer Nervenkompressionssyndrome der oberen Extremität.
Ein Beitrag von Cornelia Paries und Andrea Zander, erschienen in "ergopraxis", Ausgabe 09/2017 und 10/2017, der Fachzeitschrift des "Thieme Verlags".
Paries und Zander betonen, dass der Therapieerfolg von präziser Diagnostik, frühzeitiger Intervention und Patientenschulung abhängt.
Nur durch gezielte Mobilisation, Kräftigung und vegetative Regulation lassen sich Schmerzfreiheit und Funktionswiederherstellung der betroffenen Nerven nachhaltig erreichen.
Teil 1:
Erklärt die Verläufe und typischen Engstellen der drei Hauptnerven – N. medianus, N. ulnaris und N. radialis – und beschreibt häufige Kompressionssyndrome wie das Karpaltunnel-, Pronator-teres-, Kubitaltunnel-, Loge-de-Guyon- und Supinator-Logen-Syndrom.
Anatomische Abbildungen zeigen die Nervenverläufe und sensiblen Innervationsgebiete und verdeutlichen, wie Überlastung, Druck oder Fehlhaltungen zu motorischen, sensiblen und vegetativen Ausfällen führen.
Teil 2:
Behandelt die klinische Befundung und ergotherapeutische Intervention.
Vorgestellt werden neurologische Tests, neurodynamische Untersuchungen (ULNT 1–3), Nervenpalpation sowie Differenzialdiagnostik zur Lokalisierung der Schädigung.
Therapeutisch kommen ADL-Training, Schienenversorgung, Sensibilitäts- und Desensibilisierungstraining, Nervenmobilisation (Slider/Tensioner) und elektrische Stimulation zum Einsatz.
