Nichtergonomische Computertastatur: Pathologische Wirkungen
Eine nichtergonomische Computertastatur kann langfristig pathologische Wirkungen wie Überlastungssyndrome, muskuläre Dysbalancen und nervale Reizungen begünstigen.
Der Artikel „Pathologische Wirkungsweisen einer nichtergonomischen Computertastatur auf den menschlichen Organismus“ von Rainer Zumhasch analysiert die biomechanischen, physiologischen und gesundheitlichen Folgen einer dauerhaft falschen Körperhaltung beim Arbeiten an einer nicht ergonomischen Tastatur.
Die tägliche Arbeit an einer nichtergonomischen Computertastatur wirkt sich nicht nur lokal auf Hand und Unterarm aus, sondern beeinflusst über biomechanische Kettenreaktionen den gesamten Bewegungsapparat sowie zentrale Regulationssysteme des Körpers. Bereits die dauerhaft eingenommene Fehlstellung im Handgelenk kann über Schultergürtel und Wirbelsäule bis hin zu Atmung, Durchblutung, Verdauung und hormonellen Steuerungsprozessen pathologische Veränderungen begünstigen .
Die Fachartikel zeigen, dass insbesondere Innenrotationen im Schulter- und Schlüsselbeinbereich zu Gefäßkompressionen, muskulärer Hypertonie und gestörtem venösem Rückfluss führen können – ein möglicher Auslöser für Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen bis hin zu migräneartigen Beschwerdebildern . Psychische Belastungsfaktoren wie Stress oder Mobbing verstärken diese Prozesse zusätzlich.
Eine ergonomisch angepasste, idealerweise geteilte Tastatur ermöglicht dagegen physiologischere Gelenkstellungen, reduziert kompensatorische Fehlhaltungen und unterstützt die funktionelle Homöostase. Die Beiträge unterstreichen damit die Bedeutung einer ganzheitlichen Arbeitsplatzergonomie, die über den Bürostuhl hinausgeht und gezielte Bewegungs- und Präventionskonzepte einschließt.
