Low-Level-Lasertherapie: Wirkprinzip & Einsatz in der Handtherapie
Das Wirkprinzip beruht auf Photobiomodulation und kann Regeneration sowie Schmerzmodulation unterstützen. Der Einsatz erfolgt indikationsbezogen in der Handtherapie.
Die Low-Level-Lasertherapie in der Handtherapie wird zur Schmerzreduktion und Geweberegeneration eingesetzt.
Der Artikel „Low-Level-Lasertherapie“ der Akademie für Handrehabilitation beschreibt die therapeutische Anwendung niederenergetischer Laserstrahlung in der Handtherapie.
Low-Level-Lasertherapie (LLLT) ist in der Handtherapie ein bewährtes Verfahren und wird bei vielen Beschwerden effektiv eingesetzt – zum Beispiel zur Wundheilung und Narbenbehandlung, bei Sehnenrupturen sowie Sehnenentzündungen, bei Kompressionsneuralgien, Arthropathien und bei Schädigungen der Haut. Sie kann Heilungsprozesse aktivieren und fördern, Entzündungen und Ödeme reduzieren, die Zirkulation verbessern und Schmerzen lindern.
Unter Lasertherapie versteht man die Anwendung niederenergetischen, kohärenten Lichts zu therapeutischen Zwecken. Im Fokus stehen dabei die Unterstützung der Wundheilung und Geweberegeneration, die Schmerzlinderung, die Entzündungshemmung, die Verbesserung der Durchblutung sowie die Abschwellung.
Der korrekte und international gebräuchliche Begriff lautet Low-Level-Laser-Therapie (LLLT). Anders als chirurgische, hochenergetische Laser ist LLLT kein thermisches Verfahren („kalter Laser“), sondern wirkt über photochemische Effekte im Gewebe, auch als Photobiostimulation bzw. Photomodulation bezeichnet. Der Begriff „Laser“ ist die Abkürzung für Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation, also Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung. Laserlicht ist monochromatisch, das heißt nahezu einfarbig mit einem sehr engen Frequenzspektrum, und kohärent, wodurch die Lichtwellen im Vergleich zu gewöhnlichen Lichtquellen kaum auseinanderlaufen. Für therapeutische Anwendungen wird vor allem Licht aus dem roten oder nahen infraroten Spektrum zwischen 600 nm und 1000 nm genutzt, da es weniger vom Hämoglobin absorbiert wird und deshalb besonders tief in die Haut eindringen kann.
LLLT wird mit geringen Leistungsdichten von etwa 1 mW bis 500 mW appliziert und gilt bei ordnungsgemäßer Durchführung als risikoarm; mögliche Nebenwirkungen sind meist kurzfristig und ohne klinische Bedeutung. Die Anwendung ist unkompliziert, die Geräte sind handlich und flexibel einsetzbar, und eine Behandlung dauert in vielen Fällen nur zwei bis vier Minuten.
