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Karpaltunnelsyndrom: Berufliche Belastung & konservative Therapie

Karpaltunnelsyndrom: Einfluss beruflicher Belastungen und konservative Therapiemöglichkeiten

Der Artikel „Einfluss beruflicher Belastungen auf das Karpaltunnelsyndrom und konservative Therapiemöglichkeiten“ beschreibt die Entstehung, Symptomatik und konservativen Behandlungsansätze des Karpaltunnelsyndroms, der häufigsten Nervenkompression der oberen Extremität.

Ein Beitrag von Marion Fischer, erschienen in "M.O.T. – Medizinisch orthopädische Technik", Ausgabe 01/2017, der Fachzeitschrift der "mgo fachverlage".

Das Syndrom entsteht durch eine Druckschädigung des Nervus medianus im Karpaltunnel, meist infolge mechanischer Überlastung, entzündlicher Prozesse oder hormoneller Veränderungen.

Besonders gefährdet sind Frauen zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.

Typische Ursachen sind wiederholte Bewegungen, ungünstige Haltungen und Vibrationseinwirkungen, die zu Schwellungen und Engstellen im Karpalkanal führen.

Die Beschwerden beginnen meist mit nächtlichen Missempfindungen, Kribbeln und Schmerzen in den Fingern I bis III, die sich durch Bewegung bessern.

Im weiteren Verlauf können Sensibilitätsstörungen, Kraftverlust und Atrophien der Daumenballenmuskulatur auftreten.

Zur klinischen Diagnostik werden Tests wie der Phalen- und Hoffmann-Tinel-Test herangezogen, ergänzt durch Sensibilitätsprüfungen und neurodynamische Tests.

Die konservative Behandlung zielt auf Druckentlastung, Mobilisation und Stoffwechselaktivierung ab.

Wichtige Maßnahmen sind das Tragen einer Nachtschiene in Neutralstellung, myofasziale Techniken, manuelle Mobilisation der Handwurzel und fasciale Entspannung. Sehnen- und Nervengleitübungen fördern zusätzlich die Beweglichkeit und Durchblutung.

Ergänzend werden ergonomische Anpassungen und Aufklärung über gelenkschonendes Verhalten empfohlen, um Rückfälle zu vermeiden.

Fischer betont, dass eine frühzeitige konservative Therapie oft ausreicht, um eine Operation zu vermeiden.

Entscheidend für den Therapieerfolg sind eine konsequente Druckentlastung, aktive Mitarbeit des Patienten und die Integration präventiver Maßnahmen in den beruflichen Alltag.

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