Ergebnisse der Umfrage zur Befundung und Behandlung von Instabilitäten des Handgelenks
Der Artikel „Ergebnisse der Umfrage zur Befundung und Behandlung von Instabilitäten des Handgelenks“ von Cornelia Paries fasst die Resultate einer deutschlandweiten Befragung von 100 Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten zur Diagnostik und Therapie von Handgelenksinstabilitäten zusammen.
Ein Beitrag von Cornelia Paries, erschienen in "manuelle therapie", Ausgabe 02/2016, der Fachzeitschrift des "Thieme Verlags".
Die Umfrage zeigt, dass einheitliche, evidenzbasierte Verfahren zur Behandlung noch fehlen.
In der Praxis werden vor allem der Watson-Test und der Diskus-Provokationstest zur Befundung eingesetzt, während der Ballotement-Test am seltensten Verwendung findet.
In der Therapie dominieren Patientenschulung, Schmerzbehandlung und Muskelkräftigung.
Besonders häufig kommen isometrische Kräftigungsübungen, Taping, thermische Anwendungen und Weichteiltechniken zum Einsatz.
Maßnahmen wie propriozeptives Training, imaginäres Training oder Schienenversorgung werden seltener angewandt.
Als wirksamste Methoden gelten die Schmerzreduktion, Kräftigung der Hand- und Fingerbeuger sowie Patientenaufklärung über gelenkschonende Bewegungen.
Unterschiede zu internationalen Studien zeigen sich vor allem in der geringeren Anwendung von Schienenversorgung in Deutschland.
Paries schließt mit der Empfehlung, ein standardisiertes Leitlinienkonzept zur Diagnostik und Behandlung von Handgelenksinstabilitäten zu entwickeln, um eine frühere und effektivere Therapieeinleitung zu ermöglichen und die Behandlungsqualität langfristig zu verbessern.
