Ernährung bei rheumatoider Arthritis, oder was ist eigentlich Arachidonsäure?
Bei rheumatoider Arthritis können Ernährungsfaktoren entzündliche Prozesse beeinflussen und den Krankheitsverlauf mitbestimmen.
Der Artikel „Ernährung bei rheumatoider Arthritis, oder was ist eigentlich Arachidonsäure?“ von Corinna Zimmermann erläutert, wie eine gezielte Ernährungsumstellung den Entzündungsverlauf bei rheumatoider Arthritis (RA) positiv beeinflussen kann.
Ein Beitrag von Corinna Zimmermann, erschienen in "praxis ergotherapie", Ausgabe 02/2015, der Fachzeitschrift des "verlag modernes lernen Borgmann".
Zimmermann zeigt anhand eines Patientenbeispiels, dass eine fleischarme, fisch- und pflanzenbetonte Ernährung mit reduziertem Anteil an tierischen Fetten und Arachidonsäure sowie erhöhter Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA) zu einer deutlichen Schmerz- und Entzündungslinderung führt.
Diese Fettsäuren hemmen die Bildung entzündungsfördernder Eicosanoide und unterstützen so den antientzündlichen Stoffwechsel.
Die Autorin empfiehlt eine Ernährung mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren (2,6 : 1), reich an grünem Gemüse, Hülsenfrüchten und Kaltwasserfischen.
Studien belegen, dass dadurch der Bedarf an entzündungshemmenden Medikamenten gesenkt werden kann.
Ergänzend werden Antioxidantien wie Vitamin A, C, E, D, Selen und Zink sowie eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Versorgung zur Osteoporoseprophylaxe empfohlen.
Im anschließenden Interview betont Dr. med. Ute M. Schendel, dass eine antientzündliche Ernährung als Basistherapie neben Medikamenten, Physio- und Ergotherapie gilt.
Der Verzicht auf tierische Eiweiße, insbesondere Schweinefleisch, kann akute Entzündungsschübe deutlich mindern.
Eine überwiegend vegetarische, vitalstoffreiche Ernährung unterstützt die medikamentöse Behandlung und stärkt das Selbstmanagement der Patienten.
