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Epicondylopathie: Ergotherapie zur Schmerzreduktion

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Epicondylopathie: Ergotherapie zur Schmerzreduktion

Der Fachartikel „Schmerzen im Ellenbogen reduzieren – Ergotherapie bei lateraler Epicondylopathie“ von Theresa Abel beschreibt die ergotherapeutische Behandlung des Tennisellenbogens, einer häufigen Überlastungserkrankung der Handgelenks- und Fingerstrecker.

Ein Beitrag von Theresa Abel, erschienen in "ergopraxis", Ausgabe 09/2020, der Fachzeitschrift des "Thieme Verlags".

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Worum geht es in diesem Fachartikel

Schmerzen im Ellenbogen reduzieren

Die laterale Epicondylopathie entsteht durch Mikrotraumata am Sehnenursprung der Extensoren, meist des M. extensor carpi radialis brevis, infolge einseitiger Belastungen, Fehlhaltungen oder wiederholter Bewegungen im Alltag oder Beruf.

Betroffen sind vor allem Personen zwischen 40 und 60 Jahren, unabhängig vom Geschlecht.

Symptome sind Druckschmerz am lateralen Epicondylus, Belastungsschmerz bei Dorsalextension des Handgelenks und ausstrahlende Schmerzen in Unterarm und Hand.

Die ergotherapeutische Behandlung verfolgt das Ziel, Schmerzfreiheit und Belastungsfähigkeit für Alltag und Beruf wiederherzustellen.

In der akuten Phase stehen Schmerzreduktion und Entlastung im Vordergrund.

Dazu werden Kälteanwendungen, Taping, Epicondylitisspangen, Haltungsberatung und isometrische Spannungsübungen eingesetzt.

Ergänzend helfen Faszien- und Weichteiltechniken, Querfriktionen, Postisometrische Relaxation und der Einsatz von TENS zur Schmerzlinderung.

Mit nachlassenden Schmerzen folgt die Aufbauphase:
Dehnübungen der Extensoren,
exzentrisches Krafttraining und Koordinationsübungen mit Geräten wie dem Powerball oder ZIM-Trainingsgerät fördern Heilung und Stabilität.

Besonders wirksam ist die Kombination funktioneller Übungen mit alltagsrelevanten Tätigkeiten – etwa Greifen, Heben und Tragen verschiedener Gegenstände, um berufliche Anforderungen realitätsnah zu trainieren.

Nach zehn Therapieeinheiten konnte die Fallpatientin ihre Schmerzen auf 1–2 Punkte auf der VAS reduzieren, zwei Stunden schmerzfrei arbeiten und ihre Hobbys wieder aufnehmen.

Die Autorin betont, dass eine erfolgreiche Behandlung immer Ergonomieberatung, aktive Eigenübungen und alltagsbezogenes Training umfasst, um Rückfälle und chronische Verläufe zu vermeiden.

Quellnachweis


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