Ellenbogen Bandinstabilität: Therapie nach Trauma/Luxation
Die Ellenbogen Bandinstabilität erfordert eine angepasste Therapie nach Trauma oder Luxation.
Der Fachartikel „Therapie bei Instabilität des Ellenbogengelenks“ beschreibt die Ursachen, Diagnostik und Behandlung von Bandinstabilitäten des Ellenbogens, die häufig nach Traumata oder Luxationen auftreten.
Ein Beitrag von Marion Fischer, erschienen in "physiopraxis", Ausgabe 11-12/2016, der Fachzeitschrift des "Thieme Verlags".
Die mediale Instabilität entsteht meist durch Valgusstress beim Wurf- oder Kontaktsport, während die posterolaterale Instabilität nach Varustraumen oder Überlastungen auftritt.
Typische Symptome sind Schmerzen, Klicken und Unsicherheit bei Belastung.
Fischer betont die Bedeutung einer frühfunktionellen Therapie, um Arthrofibrose und Bewegungseinschränkungen zu vermeiden.
Nach der Entzündungsphase mit Ruhigstellung, Lymphdrainage und TENS folgen Mobilisation und Koordinationstraining.
Die Stabilisatoren des Ellenbogens – insbesondere Bizeps, Trizeps, Pronatoren und Extensoren – werden gezielt aktiviert.
In der Umbauphase ab der sechsten Woche steht das kraftorientierte Training im Vordergrund.
Durch Übungen mit Theraband, Ball oder ZIM-Trainer werden Koordination und Gelenkstabilität wiederhergestellt. Sportliche Belastungen sind nach etwa vier Monaten wieder möglich.
Fischer schließt, dass eine gezielte Kräftigung der muskulären Stabilisatoren die operative Versorgung oft vermeiden und die funktionelle Belastbarkeit des Ellenbogengelenks dauerhaft sichern kann.
