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Arthrose: Handtherapie und Betätigung nach Teilversteifung

Der Fachartikel „Schmerzfrei durch Teilversteifung – Betätigungszentrierte Handtherapie bei Arthrose“ beschreibt moderne Behandlungsstrategien bei Handgelenksarthrosen und zeigt, wie eine Teilversteifung (Teilarthrodese) in Kombination mit einer betätigungszentrierten Handtherapie eine funktionelle und schmerzfreie Nutzung der Hand ermöglicht.

Ein Beitrag von Marion Fischer, erschienen in "ergopraxis", Ausgabe 10/2020, der Fachzeitschrift des "Thieme Verlags".

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Worum geht es in diesem Fachartikel

Arthrosen des Handgelenks entstehen durch degenerative Veränderungen, Traumata, rheumatische Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen.

Wenn konservative Maßnahmen wie Schienen, Medikamente oder Physiotherapie keine ausreichende Linderung bringen, kann eine Teilarthrodese helfen.

Dabei werden nur die arthrotisch veränderten Handwurzelknochen verblockt, um die Beweglichkeit teilweise zu erhalten und eine Totalversteifung zu vermeiden.

Zu den häufigsten Operationsverfahren zählen die Four-Corner-Fusion (4CF), RSL-Fusion, RL-Fusion und STT-Arthrodese, die je nach Lokalisation der Arthrose angewandt werden.

Eine Tabelle auf Seite 26 zeigt detailliert, welche Knochen jeweils versteift werden, welche Materialien (z. B. Kirschner-Drähte, Platten, Schrauben) verwendet werden und wie lange die postoperative Ruhigstellung dauert.

In der handtherapeutischen Nachbehandlung steht die Selbstständigkeit im Alltag im Vordergrund.

Fischer betont den betätigungszentrierten Ansatz, bei dem nicht Bewegungen an sich, sondern deren Bedeutung im Alltag trainiert werden.

Beispielhaft wird der Toilettengang beschrieben – eine Tätigkeit, die häufig tabuisiert, aber zentral für die Selbstversorgung ist.

Durch gezielte Simulation der Teilversteifung mit Tape oder Schienen können Patientinnen und Patienten vorab testen, welche Bewegungswinkel ihnen den größten Handlungsspielraum bieten.

Nach der Operation beginnt die Therapie mit Abschwellung, Narbenmobilisation und aktiver Mobilisierung der Finger.

Später folgen funktionelle Übungen, Kompetenztraining im Alltag und Feinmotorikübungen, bis die Patient*innen wieder selbstständig sind.

Der Artikel zeigt, dass selbst Alltagstätigkeiten mit hoher Schamgrenze erfolgreich in die Therapie integriert werden können.

Fischer schließt mit dem Fazit, dass die Kombination aus Teilarthrodese und betätigungszentrierter Handtherapie eine dauerhafte Schmerzfreiheit, Erhalt der Teilbeweglichkeit und Wiederherstellung der Selbstversorgung ermöglicht – ein bedeutender Fortschritt gegenüber früheren Totalversteifungen.

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