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Psoriasis-Arthritis: Versorgung meist leitliniengerecht

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Psoriasis-Arthritis: Leitliniengerechte Therapie – dennoch bestehen Versorgungslücken

Patient mit Psoriasis-Arthritis beim Arztgespräch – Studie zeigt überwiegend leitliniengerechte Versorgung in Deutschland
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Psoriasis-Arthritis: Mehrheit leitliniengerecht versorgt, aber Defizite bleiben

Eine aktuelle Auswertung des deutschen Psoriasis-Registers zeigt: Die meisten Menschen mit Psoriasis-Arthritis erhalten in Deutschland eine leitliniengerechte Systemtherapie. Trotzdem bestehen weiterhin Versorgungslücken – etwa durch den Einsatz nicht zugelassener Medikamente oder eine nicht konsequente Umsetzung der Leitlinien.

Mehrheit der Patienten erhält leitliniengerechte Therapie
Die Versorgung von Menschen mit Psoriasis-Arthritis (PsA) in Deutschland entspricht überwiegend den aktuellen medizinischen Leitlinien. Das zeigt eine Analyse des deutschen Psoriasis-Registers PsoBest, die auf der Fachtagung Dermatologie kompakt + praxisnah (KoPra) 2026 vorgestellt wurde.

Die Auswertung macht deutlich, dass moderne systemische Therapien inzwischen bei vielen Betroffenen eingesetzt werden und damit ein wichtiger Fortschritt in der Versorgung erreicht wurde. Leitlinien empfehlen insbesondere bei mittelschweren bis schweren Verläufen eine frühzeitige und gezielte Systemtherapie, um Gelenkschäden zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern.

Dennoch: Nicht zugelassene Therapien werden weiterhin eingesetzt
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung zeigt die Analyse auch Defizite: Knapp jeder elfte Patient erhält Medikamente, die für Psoriasis-Arthritis nicht zugelassen sind.

Dies kann verschiedene Gründe haben – etwa individuelle Therapieversuche, unzureichendes Ansprechen auf Standardtherapien oder Unterschiede in der praktischen Umsetzung von Leitlinien im Versorgungsalltag. Solche Abweichungen zeigen, dass die Behandlung in der Praxis nicht immer vollständig den empfohlenen Standards entspricht.

Registerdaten geben Einblick in die reale Versorgung
Das Register PsoBest erfasst seit Jahren Daten zur Versorgung von Menschen mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis in Deutschland. Solche Versorgungsregister sind wichtig, um zu verstehen, wie Therapien außerhalb klinischer Studien tatsächlich eingesetzt werden und wo Verbesserungsbedarf besteht.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass die Versorgung insgesamt auf einem guten Niveau liegt – gleichzeitig aber weiterhin Optimierungspotenzial besteht.

Fazit
Die Behandlung der Psoriasis-Arthritis hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die Mehrheit der Patientinnen und Patienten erhält inzwischen eine leitliniengerechte Therapie. Dennoch machen die Registerdaten deutlich, dass Versorgungslücken weiterhin existieren, insbesondere beim Einsatz zugelassener Medikamente und bei der konsequenten Umsetzung der Leitlinien im Alltag.


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